Jetzt neu: Mach dein PJ auf einer Interprofessionellen Ausbildungsstation (IPSTA)!

Ab Mitte Januar 2022 bietet sich dir die attraktive Möglichkeit, einen Teil deines PJ auf einer (oder mehreren) von vier neu eingerichteten Interprofessionellen Ausbildungsstationen (IPSTA) zu absolvieren. Ermöglicht wird dies durch eine gemeinsam mit Dekanatsmitarbeitern beantragte Anschubfinanzierung.

Folgende Kliniken bieten eine IPSTA an:

  1. Klinikum Fulda: Klinik für Allgemein-, Viszeral-, Endokrine und Onkologische Chirurgie
  2. Klinikum Fulda: Medizinische Klinik III - Nephrologie
  3. Klinikum Fulda: Klinik für Kinder- und Jugendmedizin
  4. UKGM Marburg: Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie
Was genau ist eine IPSTA?

Eine IPSTA ist ein Bereich von 4-6 Betten innerhalb der Station, der eigenständig von interprofessionellen Teams aus Medizinstudierenden, Pflegeschüler:innen im dritten Ausbildungsjahr und Pharmaziestudierenden betreut wird. Die Lernenden übernehmen für ihre Patient:innen die Krankenversorgung und das Stationsmanagement während der Früh- und Spätschicht. Nachts und am Wochenende übernimmt dann das reguläre Stationspersonal.

Die Studierenden und Schüler:innen führen die Visite durch und treffen (unter Beaufsichtigung) alle Entscheidungen. Die Lernanleitenden haben dabei in erster Linie eine beobachtende Funktion und mischen sich nur in wichtigen Fällen/Situationen ein. Die Verantwortung liegt dabei selbstverständlich, wie auch im regulären PJ, bei den betreuenden Ärzt:innen.

Über die reine Patient:innenversorgung hinaus sind Kommunikation und Teamarbeit essenzielle Bestandteile. Regelmäßig wird über die eigene Arbeit auf der Station reflektiert und Feedback gegeben. Dieser Fokus auf Kommunikation fördert das gegenseitige Verständnis füreinander und kann helfen, Fehlerraten zu senken und die Patientensicherheit und -zufriedenheit zu steigern. Um alle Teilnehmer:innen in situationsrelevanten Themen fortzubilden, werden regelmäßig kurze Referate für den Rest der Gruppe vorbereitet, die nach der Übergabe präsentiert werden.

In welchem zeitlichen Rahmen findet der Einsatz auf einer IPSTA statt?

Die Einteilung auf die IPSTA findet für vier Wochen statt, den Rest des Tertials verbringst du regulär in der betreuenden Klinik. Ein PJ auf einer IPSTA ist in allen Tertialen möglich.

Warum solltest du dein PJ auf einer IPSTA machen?

Aus studentischer Sicht sprechen drei Gründe klar für dieses Ausbildungskonzept:

  1. Lernen von- und übereinander: Auf einer IPSTA findet ein Lernerfolg auf verschiedenen Ebenen statt: Einerseits erfahren die Studierenden und die Schüler:innen mehr über die Berufe der jeweils anderen und können im Arbeitsalltag so besser aufeinander eingehen. Des Weiteren lernen alle Teilnehmenden auf einer IPSTA aufgrund der engen Zusammenarbeit viel von den Fähigkeiten der Anderen.
  2. Bessere Vorbereitung auf den klinischen Alltag: Die Patient:innenbetreuung auf einer IPSTA klingt zunächst nach einer großen Herausforderung. Nach einer Schulung in allen wichtigen Fähigkeiten (Wie melde ich eigentlich ein Labor an, wo finde ich Vorbefunde?) werden die PJler und die anderen Auszubildenden ab dem ersten Tag ins kalte Wasser geworfen und müssen Visiten durchführen und Therapieentscheidungen selbst treffen. Dabei werden sie jedoch von Pflegeanleiter:innen und Ärzt:innen begleitet, bekommen Feedback und werdet auf potenzielle Fehlentscheidungen hingewiesen. So wird in diesem geschützen Rahmen besser auf die ärztliche Tätigkeit vorbereitet und aktiv gelernt, Entscheidungen zu treffen, statt in der Visite nur über die Schulter zu sehen und ansonsten den Blutentnahmedienst zu spielen (das letzte Szenario ist selbstverständlich ausgedacht).
  3. Patientensicherheit: Durch die enge Zusammenarbeit der Teams und die gute Betreuung fallen kleine Fehler schneller auf und können so rechtzeitig korrigiert werden. Der Fokus auf interprofessioneller Kommunikation erlaubt eine effizientere Patientenversorgung, die nicht nur mehr Spaß macht, sondern besonders den Patient:innen zugute kommt. Darüber hinaus stellt das Üben standardisierter Übergaben einen festen Bestandteil des IPSTA Alltags dar, der dabei hilft, dass wichtige Informationen nicht untergehen.
Wie kommst du in den Genuss dieses Angebots?

Du bewirbst dich regulär auf ein PJ Tertial in einer der genannten Kliniken. Pro vierwöchigem Durchgang werden jeweils 2-4 PJ-Studierende an den IPSTA-Ausbildungsabschnitten teilnehmen können.

Auch hier noch einmal der Hinweis: Um unsere Planungen zu erleichtern und möglichst vielen PJ-Studierenden einen IPSTA-Platz anbieten zu können, möchten wir alle, die sich auf einen Einsatz in einer oder in mehreren der genannten interprofessionellen Ausbildungsstationen bewerben möchten, um eine möglichst direkte unverbindliche Mail an Egbert Opitz bitten.

Bitte nenne in dieser Mail den Monat des PJ-Beginns sowie das Tertial und die Klinik, in der du einen IPSTA-Einsatz absolvieren möchtest. Dabei kannst du pro Tertial eine IPSTA angeben.