Das vierte Semester

Das hoffentlich letzte vorklinische Semester steht an - also auf auf in den Kampf!
Die große Herausforderung dieses Semester ist es Semesterstoff und Physikumsvorbereitung unter einen Hut zu bekommen (priorisiere aber im Zweifel sinnvoll: ohne bestandene Klausuren kein Antreten zum Physikum möglich)
Da hilft keine Beschönigung: gerade gegen Ende hin wird es hart, aber es ist alles gut machbar!
Wer sich gut strukturiert schafft auch diese Herausforderungen und darf sich auf die Klinik freuen.
Das schöne an diesem Semester: bei vielen Dingen schließt sich der Kreis und man sich dann (hoffentlich) auch viele Dinge, die einem in den vorherigen Semestern vielleicht nicht so klar waren, erklären.

(Neuro-) anatomie

unterscheidet sich vom Umfang des Lerninhaltes von den anderen Semestern.
Es ist weniger, dennoch nicht zu unterschätzen. Gerade der Anfang erscheint schwer - viele neue verwirrende Begriffe die man erst einmal sortieren muss.
Der Präparierkurs ist im Vergleich zum präpen im 1. und 3. Semester wesentlich reduzierter und beginnt auch erst im Laufe des Semesters. Dennoch kann man gerade wenn man gut vorbereitet ist viel mitnehmen - es lohnt sich!
Auch hier ist wichtig: sprecht die Zusammenhänge (gerade wo was wie auf was verschaltet wird) mal durch!

Biochemie

Das wichtigste zuerst: ja, die Klausur besteht aus drei Teilen - M, K und B, wie die Seminare.
Allerdings sind M und B zusammen ein Prüfungsblock und K einer. Es müssen also M/B zusammen und K bestanden werden.
Inhaltlich hat man nach den Seminaren (B war ja bereits im 3. Semester) im Prinzip die komplette Biochemie der Vorklinik gelernt.
Grundlegende Vorbereitung auf die Seminare ist grundsätzlich sehr empfehlenswert, da doch viele prüfungs- und physikumsrelevante Inhalte besprochen werden. Eine parallele Wiederholung vom Seminarteil B ist von Vorteil.
Vom Aufbau ähnelt das Praktikum dem aus dem 3. Semester (ja, es gibt wieder Testate), wobei nicht immer das Testat direkt am Anfang geschrieben wird, da man je nach Versuch ggf. zuerst etwas vorbereiten muss.

Physiologie

Auch in der Physiologie ähnelt sich der Aufbau dem des 3. Semesters (auch wieder Testate). Vom Inhalt gibt es Überschneidungen mit der Anatomie, sodass einem vielleicht das eine oder andere schon bekannt vorkommt. Nichts desto trotz sollte man Physiologie nicht unterschätzen - die Physiologie hat ihre eigenen Inhalte und der Stoff aus dem 3. Semester sagt auch nochmal „hallo“!
Auch hier gilt also: Vorbereitung lohnt sich.

Physikumsvorbereitung (im Semester)

Je nach Lernweise bietet es sich an mit Biochemie fürs Physikumswiederholen anzufangen, da man den Lernstoff zu einem großen Teil auch für die Klausur braucht. Das heißt nicht, dass man jeden Tag bis Mitternacht lernen muss - sondern über das Semester verteilt in kleinen Schritten physikumsrelevante Inhalte mit entsprechendem Lernmaterial zu wiederholen.
Beachte aber: am Anfang des Semesters hat man traditionell etwas mehr Zeit als am Ende.
Allerdings läuft man dann Gefahr Inhalte wieder vergessen zu haben (man wiederholt diese aber in der Regel, wenn auch „kürzer“, beim „physikumszentrierten“ Lernen). Man muss wie immer die Balance finden. Ebenso sollte der Freizeitausgleich nicht zu kurz kommen - diese Erholung braucht man später noch ;)
Möglich sind auch andere Fächer oder organbezogen/systematisch zu wiederholen.
Wie gesagt: Step by step, regelmäßig immer mal wieder, um später etwas „Puffer“ zu haben.
Und falls ihr wegen diesem Text jetzt Angst bekommen habt: STOP! Sooooo schlimm ist es auch wieder nicht! Es ist wirklich alles machbar!
In diesem Sinne: Viel Erfolg!